Ein persönlicher und politischer Blick auf das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)
Am 1. April 2025 feiert das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sein 25-jähriges Jubiläum. Seit seinem Inkrafttreten im Jahr 2000 hat das EEG nicht nur die deutsche Energieversorgung grundlegend verändert, sondern auch international Maßstäbe gesetzt. Das Gesetz war und ist ein zentrales Werkzeug der deutschen Energiewende – und hat dabei auch wirtschaftlich, sozial und sicherheitspolitisch große Wirkung entfaltet.
Von der Vision zur Realität: Das EEG als Motor der Energiewende
Mit nur zwölf Paragrafen gestartet, ermöglichte das EEG durch garantierte Einspeisevergütungen eine sichere Investitionsgrundlage für erneuerbare Energien. Damit war der Weg frei für den Boom von Windkraft, Photovoltaik und Biogas – Technologien, die heute mehr als zwei Drittel des deutschen Strommixes stellen.
Dr. Nina Scheer, Bundestagsabgeordnete der SPD und energiepolitische Sprecherin, beschreibt in ihrem Jubiläumsbeitrag zum EEG das Gesetz als „sturmerprobte Erfolgsgeschichte“. Sie betont, dass das EEG nicht nur eine wirtschaftliche Transformation bewirkt hat, sondern auch eine friedens- und sicherheitspolitische Dimension besitzt: „Die Dringlichkeit wächst, unabhängig von fossilen Energieträgern zu werden.“
Internationale Strahlkraft und wirtschaftliche Erfolge
Das EEG diente weltweit als Vorbild. Über 100 Länder haben ähnliche Modelle eingeführt. Für Deutschland bedeutete das Gesetz einen Aufschwung in der GreenTech-Branche, zehntausende neue Arbeitsplätze und einen Innovationsschub in der Energietechnologie. Laut Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) ist das EEG ein Paradebeispiel dafür, wie ökonomischer Erfolg und Klimaschutz Hand in Hand gehen können.
Die Stromkosten-Debatte rund um die EEG-Umlage war ein wiederkehrendes Thema – dennoch sind die durch das EEG vermiedenen Kosten für fossile Brennstoffe, CO₂-Zertifikate und Umweltfolgen deutlich höher als die Umlage selbst.
Rückschläge und Reformen: Der Weg war nicht immer leicht
Je erfolgreicher das EEG wurde, desto stärker wurde auch der politische Gegenwind. Mehrere Gesetzesnovellen und politische Eingriffe führten zeitweise zu erheblichen Unsicherheiten im Ausbau der Erneuerbaren. Trotzdem blieb das EEG ein unverzichtbares Instrument zur Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens und der deutschen Klimaziele.
Das Bundesverfassungsgericht hat 2021 den Staat klar in die Pflicht genommen, den Klimaschutz auch gegenüber künftigen Generationen zu sichern. In diesem Kontext bleibt das EEG ein zentrales Element – auch mit Blick auf seine zukünftige Weiterentwicklung.
Ausblick: Ein Gesetz mit Zukunft
Dr. Nina Scheer betont: „Die Erfolgsgeschichte des EEG ist auch ein Auftrag für die Zukunft.“ In Zeiten globaler Unsicherheiten, Energiekrisen und wachsender Klimaherausforderungen ist das EEG aktueller denn je. Es geht nun darum, das Gesetz flexibel weiterzuentwickeln, bürokratische Hürden abzubauen und Investitionen in Erneuerbare weiter zu stärken.
Fazit: 25 Jahre EEG – ein Meilenstein mit Signalwirkung
Das EEG hat Deutschland zur Vorreiternation der Energiewende gemacht. Es ist ein Symbol für Weitsicht, politische Gestaltungskraft und gesellschaftliche Verantwortung. Heute – 25 Jahre später – bleibt seine Mission klar: den vollständigen Umstieg auf Erneuerbare Energien ermöglichen und gleichzeitig Frieden, Klimaschutz und Wohlstand sichern.
