Ich erinnere mich noch genau an den Anfang: Als junger Juso war ich dabei, als die Kulturwerkstatt Paderborngegründet wurde. Ich durfte mit an der ersten Satzung schreiben. Unsere Idee war klar: Kultur muss für alle Menschen in Paderborn zugänglich sein – unabhängig vom Geldbeutel.
Die Kulturwerkstatt sollte ein Ort der Begegnung, des kreativen Ausprobierens, der kulturellen Teilhabe sein. Heute steht diese Idee auf der Kippe.
Die neue Entgeltordnung gefährdet die freie Kulturszene in Paderborn
Die Stadtverwaltung plant eine drastische Erhöhung der Nutzungsgebühren für die Kulturwerkstatt. Was das bedeutet? Viele ehrenamtliche Initiativen, freie Künstler*innen und soziale Gruppen könnten sich die Nutzung der Räume nicht mehr leisten. Der Zugang zu Kunst und Kultur wird zur Kostenfrage.
Das widerspricht dem Gründungsgedanken der Kulturwerkstatt Paderborn – und schadet der kulturellen Vielfalt in unserer Stadt.
Die SPD Paderborn sagt: Kultur ist keine Ware!
Die SPD-Fraktion hat sich im Kulturausschuss klar gegen die geplante Entgeltordnung positioniert. In ihrem Beitrag „Kommunale Kultur ist keine Ware“ macht sie deutlich, wie sehr diese Entscheidung die soziale und kreative Infrastruktur der Stadt schwächen würde.
Als sachkundiger Bürger für die Südstadt unterstütze ich diese Haltung aus voller Überzeugung. Ich habe damals mit aufgebaut, was heute in Gefahr ist.
Kulturpolitik in Paderborn braucht Haltung – keine Preisschilder
Wer Kultur nach wirtschaftlichen Maßstäben behandelt, vergisst ihren gesellschaftlichen Wert. Kultur bedeutet nicht nur Unterhaltung – sie bedeutet Bildung, Identität, Dialog. Die Kulturwerkstatt bietet Raum für genau diese Prozesse. Sie ist das kreative Herz Paderborns.
Wir brauchen eine kommunale Kulturpolitik, die Freiräume schafft – nicht schließt. Die kulturelle Teilhabe fördert – nicht einschränkt. Die die freie Kulturszene in Paderborn stärkt – nicht unter finanziellen Druck setzt.
Ein Appell für die Zukunft der Kulturwerkstatt Paderborn
Ich stehe an der Seite der SPD Paderborn und der vielen Aktiven, die sich für die Erhaltung der Kulturwerkstatt einsetzen. Denn was hier auf dem Spiel steht, ist mehr als ein Haus. Es ist ein Symbol für eine Stadt, die für Offenheit, Kreativität und Gemeinsinn steht.
Kultur ist kein Luxus. Kultur ist Lebensqualität. Und sie gehört in die Mitte der Stadt – nicht an ihren Rand.