Nordrhein-Westfalen steht vor einem ernsten Problem. Es fehlen Wohnungen – und zwar nicht ein paar Hundert, sondern hunderttausende. Während die Bevölkerung wächst und die Städte dichter werden, kommt der soziale Wohnungsbau kaum noch hinterher. Die Folge: Mieten steigen, Wohnraum wird knapp – und für viele unbezahlbar.
Im Jahr 2024 wurden in ganz NRW nur rund 7.000 Sozialwohnungen gebaut. Nötig wären aber mindestens 25.000 pro Jahr gewesen, um der Entwicklung auch nur annähernd gerecht zu werden. Das ist nicht nur eine kleine Lücke – das ist ein politischer Skandal.
Denn: Zu wenig Sozialwohnungen bedeuten höhere Mieten für alle. Es entsteht ein Dominoeffekt. Wenn Menschen mit geringem Einkommen keine bezahlbare Wohnung finden, müssen sie auf den freien Markt ausweichen – und dort treiben sie die Nachfrage weiter in die Höhe. Gleichzeitig steigen die Bodenpreise, Wohnungen werden zum Spekulationsobjekt, und Menschen mit durchschnittlichem Einkommen geraten zunehmend unter Druck.
Vor allem trifft es:
Familien mit Kindern
Alleinerziehende
Rentnerinnen und Rentner
Menschen mit Behinderung
Berufseinsteiger und Auszubildende
und letztlich: uns alle.
Der Markt regelt das nicht. Wir müssen handeln.
Was wir brauchen, ist kein „weiter so“, sondern ein radikales Umdenken in der Wohnpolitik:
Mehr öffentlicher Wohnungsbau – jedes Jahr, flächendeckend.
Förderprogramme, die wirklich ankommen – auch bei Genossenschaften und Kommunen.
Ein Stopp der Privatisierung von öffentlichem Wohnraum.
Eine mutige Bodenpolitik, bei der nicht der Höchstpreis zählt, sondern der gesellschaftliche Nutzen.
Die Wohnungsnot in Nordrhein-Westfalen ist kein Naturgesetz. Sie ist hausgemacht – durch politisches Zögern, durch fehlende Investitionen, durch einseitige Marktgläubigkeit.
Und jetzt?
Ich frage euch:
Wie lange wollen wir noch zuschauen, wie Wohnen zum Luxus wird?
Wie lange noch sollen Menschen mit normalem Einkommen verdrängt werden?
Sollten wir nicht endlich stärker eingreifen – für ein Recht auf Wohnen? Für eine soziale Stadt? Für ein Zuhause für alle?
Diskutiert mit mir. Schreibt mir eure Meinung. Oder noch besser:
Lasst uns gemeinsam laut werden. Damit Wohnen wieder bezahlbar wird – in Paderborn, in der Südstadt, in ganz NRW.
Euer Bernd Wroblewski
